Germar mit zu vielen Wörtern…

Ein Rebell

Germar Rudolf, 1964Im Herbst 1964, als alles begann… 29. Oktober 1964.

Bad Camberg im Taunus

Meine Geburtsstadt: Camberg im Taunus, Hessen, etwa 45 km nordwestlich von Frankfurt/Main.

Germar Rudolf, 1972

1972: ein feiner Bursche…

Kreuzkapelle, Bad Camberg im Taunus

Zuhause: Kreuzkapelle, Camberg.

Germar Rudolf, 1990

Germar Rudolf anno 1990 in seiner Luftwaffen-Uniform.

Germar Rudolf, 1991

Germar Rudolf in 1991, Doktorand am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und Fuxmajor der katholischen deutschen Studentenverbindung Nordgau (mit Burschenmütze und Farbband).

Germar Rudolf, 1992

Germar Rudolf im Sommer 1992 als sachverständiger Zeuge während des Meinungsprozesses gegen den schweizer Revisionist Dr. Max Wahl in München, hiere in einem Biergarten während der Mittagspause.

Eastbourne, East Sussex, UK

Eastbourne, East Sussex, England, mein Zuhause zwischen 1996 und 1999—und dann wieder 2009/2010.

The Seven Sisters, seen from Birling Gap, East Sussex, UK

Die Seven Sisters, vom Birling Gap aus gesehen, East Sussex, England, einer der Strände meiner Heimatstadt zwischen 1996 und 1999—und dann wieder in den Jahren 2009/2010.

Chicago's north side beach

Nord-Chicagos Strand. Mein Zuhause zwischen 2002 und 2005.

Germar Rudolf, 2003

Germar Rudolf Anfang 2003.

Germar Rudolf, wedding, 2004

Die zukünftige Frau Rudolf wird von ihren Eltern zum Altar geleitet, wo sie ihren zukünftigen Ehemann beim Altar vorfindet—11. Sept. 2004.

Germar Rudolf, Dr. Robert Countess, after the wedding, 2004

Dr. Robert Countess und ich kurz nach meiner Trauung am 11. September 2004. Pastor „Dr. Bob,“ ein guter Freund von mir, traute uns an jenem Tag.

Germar Rudolf, January 2010

Auf einer P&O-Fähre nach England im Januar 2010 nach einem Weihnachtsaufenthalt bei meinen Eltern in Deutschland.

Wer ist das denn? Da draußen gibt es jede Menge Seiten, die über much reden, einige davon recht schmeichelhaft, während andere sehr abwertend sind. Die Wahreit liegt wohl wie üblich irgendwo dazwischen.

Hier habe ich meine tiefsten Geheimnisse offenbart, die dunkelsten Stunden und hellsten Momente meines Lebens offengelegt.

Also gut, vielleicht nicht alle.

Ich bin ein Rebell. Allerdings bloß ein intellektueller Rebell. Ja, das bin ich, und ich fing früh damit an, obwohl noch nicht sehr intellektuell, schätze ich mal…

Und so fing das alles an: Als ich zwei Wochen alt war—ich war hässlich, gell???—bereite ich meiner Mutter beim Stillen Probleme, weil ich bereits meine unteren zwei Schneidezähne hatte. Damit fing das ganze Theater an…

Jedenfalls war mein Kiefer zu schwach, so dass diese Zähne bei Gelegenheit gezogen werden mussten (so behauptete der Zahnarzt), und ich musste ohne diese zwei unteren Schneidezähne auskommen, bis ich meine richgtigen im Alter von etwa sechs Jahren bekam. Die wuchsen dann wenigsten kerzengerade heraus! 🙂

Dann, im Alter vom etwa 8 Monaten füttertet meine Mutter mir den üblichen Babybrei mit einem Plastiklöffel. Eines Tages jedoch, als meine Mutter den Löffel aus meinem Mund zog, war er weg… Überraschung! Ich hatte ihn abgebissen und runtergeschluckt. Können Sie sich die Panik meiner Mutter vorstellen, als sie vergeblich in meinem Mund nach dem Löffel suchte? Meine Mutter brachte mich ins Krankenhaus, da sie befürchtete, dass ich durch die scharfen Kanten des abgebrochenen Löffels verletzt werden könnte. Das war übrigens bis heute das erste und einzige Mal, dass ich als Patient in einem Krankenhaus war! Und auch damals behielt man mich lediglich zur Beobachtung dort—und fütterten mich mit Sauerkraut in der Hoffnung, das Kraut würde sich um den Löffel wickeln und ihn mit sich ziehen. Ärzte haben merkwürdige Phantasien… Jedenfalls kam der Löffel einen Tag später am anderen Ende heraus, und alles war in bester Ordnung…

Ich habs ja gleich gesagt, ich in ein Rebell! Ich brachte meine Mutter dazu, mich mit einem richtigen Löffel zu füttern! Keine Plastik-Babylöffel für mich mehr! 🙂 Freilich kann ich mich an nichts davon erinnern; das sind die Art von Geschichten, die Eltern ihren Kindern erzählen, wenn sie älter werden.

Ich übergehe die üblichen Bubengeschichten und eile zum nächsten Bild, das zeigt, wo ich aufgewachsen bin. Das zweite Bild zeigt das Eingangstor in die Stadt, in der ich geboren wurde und aufwuchs, bis ich 15 war: Camberg im Taunus, mit etwa 5.500 Einwohner, etwa 45 km nordwestlich von Frankfurt am Main.

Diese kleine Stadt erhielt ihre Stadtrechte im Jahre 1281, aber sie scheint seither nicht viel gewachsen zu sein. Sie hat eine mittelalterliche Stadtmauer und Wachtürme und sehr aöte Häuser. Nicht ganz so schön wie die berühmte Stadt Rothenburg ob der Tauber, aber dennoch recht hübsch. Die einzig Aufregung, die diese Stadt während des 2. Weltkriegs erlebte, war der Absturz eines alliierten Flugzeugs in die alte Schwimmhalle. Daher überlebte die alte Bausubstanz den Krieg unbeschädigt und wurde in den 1970ern und 1980ern feinsäuberlich restauriert. Es dauerte tatsächlich bis zum Jahr 1975 oder so, bis Camberg eine neues Hallenbad erhielt.

Mein Vater war der Heimleiter eines katholischen Familienferienheims in dieser Stadt. Meine zwei Geschwister (mein Bruder ist anderthalb Jahre jünger, meine Schester ein Jahr älter) und ich genossen das riesige Grundstück, das zu dem Heim gehörte: zwei Spielplätze, ein kleines Plantschbecken, ein Wäldchen, große Rasenflächen, jede Menge Bäume zum Draufklettern und Runterfallen 🙁 . Später kauften meine Eltern ein altes, anno 1610 erbautes Kloster auf dem Gipfel eines Hügels außerhalb der Stadt. Von diesem Hügel mit einer Kapelle namens Kreuzkapelle (wegen ihres Grundrisses) neben dem Kloster kann man das ganze Tal überblicken, siehe nächstes Bild (das Kloster, damals ein Restaurant meiner Eltern, ist rechts neben der Kapelle hinter Bäumen verborgen. Ein wenig Weiß der Mauern kann man durch die Bäume erkennen). Das Kloster war eine Ruine, als meine Eltern es für nur 5.000 DM kauften. Mein Vater restaurierte es unter enormen Anstrengungen. Das Haus an fließendes Wasser und Strom anzuschließen kostete allein schon etwa 120.000 DM. Für uns Kinder war es eine Welt geprägt von Unterholz, Wäldern, Baumhäusern, Erdkuhlen, Höhlenerkundungen, Wildschweinen, Fasanen, Kaninchen, Schafen, Kühen, Rehen, Hirschen und all den Dingen, die Kinder lieben, wenn sie in der Mitte von Mutter Natur aufwachsen. Da unsere Eltern in jenen Jahren nicht viele Zeit für uns hatten—sie arbeiteten hart 16 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, um das Geschäft am Laufen zu halten und die Schulden zurück zu zahlen—verwilderten wir Kinder in jenen Jahren etwas. Der Nachteil dessen war, dass wir da oben auf dem Giüfel dieses Hügels ziemlich isoliert waren.

Es war daher in gewisser Weise ein Segen, als meine Eltern das Haus aufgaben (die finanzielle Last drohte, die Ehe zu zerstörene) und in die Geburtsstadt meiner Mutter umzogen (Remscheid, 30 km östlich von Köln) als ich etwa 15 war. Das erste Jahr in dieser Stadt war ziemlich schwierig für uns alle. Mein Bruder und ich mussten plötzlich ohne unsere Kletterbäume auskommen, und das Herumwerfen von Stöcken und Steinen in einer dicht bewohnten Nachbarschaft der Innenstadt war auch keine gute Idee. Wir zerbrachen etwa 10 Fenster in den ersten 12 Monaten dort, und die Polizei besuchte unsere Mutter einige Male, weil mein Bruder und ich es nicht lassen konnten, auf die Häuser unserer Nachbarn zu klettern. Unsere Nachbarn mochten das rein gar nicht!!! Aber wo sonst konnten wir unseren natürlichen Instinkten folgen? Das Beste davon geschah im Winter, wenn wir frischen Schnee hatten. Diese blöden Stadtmenschen räumen den ganzen Schnee von den Straßen und Bürgersteigen. Wo konnten wir da unser Rohmaterial herbekommen, um unsere Schneebälle zu machen, die wir auf vorbeifahrende Autos und auf Passanten werfen wollten? Ganz einfach: die Dächer wurden nie geräumt! Wir kletterten also da rauf, versteckten uns hinter dem Dachfirst und hatten jede Menge Spaß, all die Autofahrer und Fußgänger zu konsternieren, woher denn bloß diese Schneebälle kamen 🙂 Nun, ich glaube, dies war eines jener Tage, an denen meine Mutter einen Kaffeeklatsch mit der Polizei hatte. Aber die Polizisten waren verständlicher als unsere blöden Nachbarn, und daraus wurde nie etwas… War das eine Rebellion gegen die Zivilisation? Gegen Beton, Stahl und Asphalt? Ich bin mir nicht sicher. Ich war mit 15 Jahren nicht besonders politisch, aber ich bin mir sicher, dass ich ein wenig Natur um mich herum brauche, sonst gehe ich ein.

Obwohl wir uns während des ersten Jahres so ähnlich verhielten wie „Crocodile Dundee in New York“, brachte uns dieser Umzug zurück in die Zivilisation. Es dauerte jedoch eine Weile, und Bäume sind für mich bis zum heutigen Tag eine ziemliche Versuchung, doch kann ich mich wenigstens bei Häuserfassaden recht gut zurückhalten (meistens). 🙂

1983 fing ich ein Chemie-Studium an der Universität Bonn an, das ich 1989 als Diplom-Chemiker abschloss. Danach wurde ich als Wehrpflichtiger zur Bundeswehr eingezogen, um mein Wehrpflichtjahr abzuleisten. Ich wurde einer Luftabwehreinheit der Luftwaffe zugewiesen. Nachdem unsere Grundausbildung vorbei war, meldete ich mich freiwillig, um die Rede des Wehrpflichtigen an die Rekruten zu halten während unserer Gelöbnisfeier, bei der wir gelobten, die Freiheit und das Recht des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Diese Zeremonie wurde am Morgen des 9. November 1989 gehalten, was ein recht denkwürdiges Ereignis werden sollte. In meiner Rede bemerkte ich, dass das Gelöbnis der deutschen Soldaten, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen, den Willen der politischen Führung voraussetzt, diese Recht und die Freiheit zu verteidigen. Eines der unerfüllten Rechte des deutschen Volkes war jedoch die Wiedervereinigung alle Deutschen in einen Statt und in Freiheit. Damals gab es noch die unfreie, kommunistische DDR. Für mein Anmahnen der Wiedervereiniging wurde ich von den kommandierende Offizieren gelobt, aber von einigen der Rekruten getadelt. An diesem selben Abend fiel die Mauer in Berlin, und jede Kritik verstummte…

Nach meinem Jahr bei der Bundeswehr erhielt ich ein Stipendium der einst weltberühmten Max-Planck-Gesellschaft, die immer noch als Deutschlands feinste Forschungsgesellschaft gilt, aber die Ruhmestage waren definitiv vorbei, als ich dort anfing zu arbeiten… nein, also, ich meine nach dem Ende des zweiten Weltkriegs. 🙂 Es war schon ein richtiger Segen, von denen ein Stipendium erhalten zu haben, damit ich eine völlig nutzlose Doktorarbeit in theoretischer Kristallographie am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart anfertigen konnte—ich höre meinen damaligen Doktorvater schon zetern: „Du hast die Reichweite und Wichtigkeit Deiner eigenen Arbeit immer noch nicht verstanden!“ Habe ich erwähnt, das ich ein Rebell bin?

Während meiner ganzen Universitätsjahre war ich auch ein Mitglied in katholischen Studentenverbindungen. Diese Verbindungen sind Mitglieder im Cartel Verband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen (CV), damals Europas größter Akademikerverband, dem viele bekannte deutsche Persönlichkeiten angehörten bzw. angehören, wie etwa Kardinal Höffner, Joseph Kardinal Ratzinger (der später zum Papst gewählt wurde…), Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof Johannes Dyba, der frühere bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauss, der ehemalige Präsident des Deutschen Bundestages Philipp Jenninger, der ehemalige Generalbundesanwalt Alexander von Stahl, sowie diverse andere Großkopferte der deutschen Gesellschaft.

Da mich meine Doktorarbeit und das ganze Gebiet, in das sie eingebettet war, langweilte, und weil ich auch den Karrierepfad nicht mochte, den sie mir bot—und weil ich zudem nach Ablenkung suchte von einer unglücklichen Liebesaffäre (Annemarie, Du bist schuld! im Scherz…)—fing ich an, ein Thema zu erforschen, das mich seit dem Sommer 1989 beschäftigt hatte: Der berühmt-berüchtigt Leuchter-Bericht. Der Leuchter-Bericht war ein Gutachten, das von Fred A. Leuchter als Beweis in einem kanadischen Prozess vorgelegt worden war, wo der deutsche Einwanderer Ernst Zündel wegen Holocaust-Leugnung vor Gericht stand. Leuchter, damals Amerikas einziger Fachmann für Hinrichtungstechnologien, führte in seinem Gutachten unter anderem aus, das Giftgas, welches angeblich in den Konzentrationslagern Auschwitz and Majdanek für den Mord an Hunderttausenden von Opfern benutzt worden sein soll, sollte dauerhafte chemische Spuren in den Wänden der Gaskammern hinterlassen haben, dass seinen Analysen von Gemäuerproben jedoch gezeigt hätten, dass keine merklichen Spuren davon gefunden werden könnten. Auch aufgrund anderer Befunde schloss er, dass die Räume, die als Massenhinrichtungs-Gaskammern verwendet worden sein sollen, nicht als solche hätten benutzt werden können. Die geschichtliche und politische Dimension eines solchen Befundes, falls er bestätigt werden könnte, wäre enorm. Ich wollte es wissen…

Ein Leserbrief zu diesem Thema, den ich an eine kleine Zeitung sandte, machte meinen Namen bekannt als ein Fachmann für Chemie, der am Thema interessiert war. Ich fing meinerseits an, Adressen von Personen zu sammeln, die ebenso an diesem Thema interessiert waren. Als ich im April 1991 erste mitteilenswerte Ergebisse meiner anfänglichen Literaturrecherchen hatte, schickte ich diese an meine kleine Adressliste. Es dauerte nicht lange, bis ich von einem Verteidigungsteam kontaktiert wurde, das mich bat, ein Gutachten zum Thema anzufertigen. Auch hier stand der Angeklagte wegen „Holocaust-Leugnung“ vor Gericht (was auch immer das heißt). Mitte August 1991 reiste ich nach Auschwitz, untersuchte die maßgeblichen baulichen Überreste und nahm eine Serie von Gemäuerproben. Letztere wurden kurze Zeit später vom bekannten analytischen Institut Fresenius analysiert. Als ich die Ergebisse erhielt, fasste ich alle meine Befunde zu einem Gutachten zusammen, das zur Jahreswende 1991/92 im Wesentlichen fertig war. Darin kam ich zu unwillkommenen Schlussfolgerungen—im Wesentlichen bestätigte ich Leuchters These—und diese meine Ergebnisse wurden kurz vor der Ansetzung meines Doktor-Abschlussexamens (Rigorosum) veröffentlicht. Mein Gutachten erzeugte ein größeres Erdbeben in der deutschen Gesellschaft. Es trieb zudem die Leitung desselben Instituts, an dem ich meine Doktorarbeit gemacht hatte, dazu, eine Presseerklärung zu veröffentlichen, mit der es als unmoralisch verurteilt wurde, dass ich zu meinem Forschungsthema bestimmte Fragen zum Wie und Wieviel gefragt und Antworten darauf gesucht hatte. Man stelle sich das vor: Ein weltberühmtes Institut für Naturwissenschaften erklärt öffentlich, dass es moralisch verwerflich sei, zu einem bestimmten Forschungsthema Fragen zu den Umständen und Werten zu stellen! Was für eine Aussage! Jeder Doktorand, der zum Wie und Wieviel seines Forschungsthemas Fragen stellt, wird von nun an als unmoralisch bezeichnet werden müssen! Von jetzt ab keine genauen Daten mehr in der Wissenschaft! Kein Erforschen der Frage mehr, wie die Dinge um uns herum passieren! Das ist freilich das Ende aller Wissenschaft! Und das kam von der deutschen Mutter aller Wissenschaft! Meine Güte, was für Heuchler, Memmen und Weicheier! Und das beste daran war, dass der damalige geschäftsführende Direktor dieses Instituts, Prof. Dr. Arnd Simon, zugab, dass ich Recht hatte mit dem, was ich getan hatte, und dass sogar meine Ergebnisse richtig sein könnten, bloß könne man das nicht veröffentlichen, wenn das Thema zu kontorvers sei, und er gab zu, dass er sich davon distanzieren musste, um seine Karriere und Stellung zu retten. Danach war meine Geduld mit diesen Scheinheiligen und arrogant Elfenbeinturmwissenschaftlern definitiv vorbei.

Was dann zwischen Juni 1993 und Anfang 1996 folgte, war eine Serie von Verfolgungsmaßnahmen durch alle Glieder der deutschen Gesellschaft: Das Max-Planck-Institut warf mich hinaus, mein Rigorosum wurde zuerst aufgeschoben, und dann drohte man mir, meine Doktorarbeit abzulehnen, falls ich sie nicht zurückziehe, wobei man sich auf ein Hitler-Gesetz von 1939 stütze, das in Deutschland bis heute gültig ist und die Vorenthaltung bzw. Entziehung akademischer Grade erlaubt im Falle eines Mangels an „akademischer Würde.“ Meine Wohnung wurde von der Polizei dreimal durchsucht und alle Computer, Dateien, Forschungsartikel, von mir verfassten Bücher sowie mein Schriftwechsel beschlagnahmt. Unter massivem Druck der Medien und jüdischen Lobbygruppen musste mich mein Arbeitgeber entlassen. Zwei Vermieter warfen mich fristlos aus meinen Wohnungen als Folge von Hetzkampagnen in den Medien. Ich wurde vor Gericht gestellt, weil mein Gutachten angeblich die Zeugen und Opfer des Holocaust beleidige und verunglimpfe. Da mein Gutachten die Menschen angeblich dazu verleite anzunehmen, dass einige Juden logen, als sie nach dem Krieg aussagten, meinte das Gericht, mein Gutachten würde zudem das Volk zum Hass gegen die Juden aufstacheln. Ich wurde daher 1995 zu 14 Monaten Gefängnis wegen Volksverhetzung gegen die Juden verurteilt—obwohl das Gericht zugeben musste, dass Juden in meinem Gutachten noch nicht einmal erwähnt werden außer als Objekte der untersuchten geschichtlichen Ereignisse, geschweigen denn, dass irgendein Urteil über sie gefällt wird.

Erinnern sei sich, was ich zu Beginn dieses Beitrags schrieb?

Man stelle sich einen Sachverständigen für Blutalkoholanalysen vor. Er wird gebeten, Blutproben eines Angeklagten, der wegen Trunkenheit am Steuer vor Gericht steht, auf ihren Alkoholgehalt zu untersuchen. Die Analysenergebnisse des Sachverständigen zeigen, dass der Angeklagte zur Tatzeit tatsächlich betrunken war. Mit dieser Aussage widerspricht der Sachverständige allerdings den Ausführungen vieler Zeugen, die behaupten, der Angeklagte sei zur Tatzeit nicht betrunken gewesen. Man stelle sich nun vor, der mit dem Fall befasste Richter würde entscheiden, den Sachverständigen nicht aussagen zu lassen, weil dessen Aussage die Öffentlichkeit zu der Annahme verleiten könnte, dass die vielen Zeugen aus niederen Beweggründen gelogen haben könnten, was einer Beleidigung der Zeugen, einer Aufstachelung zum Hass gegen sie und einer Verhetzung des Volkes gleichkomme. Als der Sachverständige es schließlich wagt, seine Ergebnisse zu veröffentlichen, wird er selbst wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Aufstachelung zum Hass gegen diese Zeugen und deren Angehörige angeklagt. Er wird zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Lassen Sie mich das umformulieren:

Man stelle sich einen Sachverständigen für die Analyse von Baumaterialien auf ihren Cyanidgehalt vor. Er wird gebeten, Gemäuerproben von Gebäuden zu analysieren, in denen ein Verbrechen stattgefunde haben soll. Die Analysenergebnisse des Sachverständigen zeigen, dass die Gebäude kein Tatort eines Verbrechens waren. Mit dieser Aussage widerspricht der Sachverständige allerdings den Ausführungen vieler Zeugen, die behaupten, dass die Gebäude der Ort eines Verbrechens waren. Man stelle sich nun vor, der mit dem Fall befasste Richter würde entscheiden, den Sachverständigen nicht aussagen zu lassen, weil dessen Aussage die Öffentlichkeit zu der Annahme verleiten könnte, dass die vielen Zeugen aus niederen Beweggründen gelogen haben könnten, was einer Beleidigung der Zeugen gleichkomme usw. Als der Sachverständige seine Ergebnisse veröffentlicht, wird er selbst wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Aufstachelung zum Hass gegen diese Zeugen und deren Angehörige angeklagt. Er wird zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Das ist genau, was mir passiert ist. Es dauerte nicht lange, und man musste kein Genie sein—oder in dem Fall kein Max-Planck-Wissenschaftler—um zu dem Schluss zu gelangen, dass intellektuelle Rebellen in Deutschland nicht willkommen waren. Meine Frau und ich entschieden daher schließlich, Deutschland zu verlassen und nie zurückzuschauen—jedenfalls nicht freiwillig. 1996 ließen wir uns mit unseren zwei kleinen Kindern im westlichen East Sussex an Englands schöner Sonnenscheinküste nieder. Dort gründete ich einen kleinen Verlag für rebellische Literatur… ich habs ja gleich gesagt! Tatsächlich ist eines seiner Schwerpunkte die kritische forensische und dokumentengestützte Analyse dessen, was allgemein „der Holocaust“ genannt wird.

Das Paradise in England währte jedoch nicht lange, denn es war nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland meine Auslieferung aus England fordern würde. Obwohl ich nach britischem Recht kein Verbrechen begangen hatte, würde die Auslieferung aufgrund rechtlicher Vereinbarungen zwischen Deutschland und Großbritannien automatisch erfolgen. Jedenfalls wurde mir dies damals so gesagt. (Ein späterer Fall des australischen Revisionisten Dr. Fredrick Toben deutet jedoch darauf hin, dass dies eine falsche Annahme war). Jedenfalls lebte ich in England zwischen 1997 und 1999 versteckt unter einer falschen Identität. Meine damalige Frau war damit so sehr unzufrieden, dass sie mich Anfang 1999 mit unseren zwei Kindern verließ und gegen Ende 1999 die Scheidung beantragte.

Ebenso gegen Ende 1999 machten die britischen Medien einen Aufstand über meine Anwesenheit in England, was zur lange erwarteten deutschen Forderung meiner Auslieferung führte. Zu jenem Zeitpunkt hatte ich jede Menge mehr Bücher und Artikel veröffentlicht, die Deutschlands strengen Zensurgesetzen zufolge als illegal galten, was bedeutete, dass ich nicht bloß die ausstehenden 14 Monate abzusitzen gehabt hätte, sondern wahrscheinlich noch viele weitere Jahre. Ich entschloss mich daher, nicht auf die Polizei zu warten, sondern einen vermeintlich sicheren Hafen anzustreben: Ich reiste in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo ich gegen Ende 2000 politisches Asyl beantragte. Parallel zu meinen Bemühungen, eine Daueraufenthaltsgenehmigung in den USA zu bekommen, fing ich sofort an, meine Veröffentlichungtätigkeiten, die nun auch englischsprachiges Material umfassten, in die USA auszuweiten. Ich wohnte anfangs in Alabama, aber im September 2002 zog ich in die Gegend von Chicago um.

Im Jahre 2004 heiratete ich eine US-Bürgerin, und Ende Februar 2005 bekamen wir unser erstes Kind. Inzwischen hatte die US-Einwanderungsbehörde meinen Asylantrag Ende 2004 abgelehnt, wogegen ich beim US-Bundesgericht Berufung einlegte. Wir stellten zudem einen zusätzlichen Antrag, um eine Daueraufenthaltsgenehmigung für die USA aufgrund keiner Ehe zu erhalten. Trotz der fortwährenden finanziellen Belastung, verursacht durch meine anhaltenden rechtlichen Bemühungen, eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu bekommen, ging es meinem Verlag bis Anfang 2005 relativ gut. Doch dann erhielt ich riesige Anwaltsrechnungen. Ich musste dann mein Büro auflösen und meine letzte Sekretärin entlassen. Mit der Hilfe von Unterstützern stabilisierte sich die Lage jedoch im August 2005, und Anfang Oktober hatte ich gar eine bequeme Finanzreserve, die ich in den kommenden Jahren bitter benötigen würde.

Am 19. Oktober 2005, als wir uns mitten in Kaufverhandlungen für ein neues Haus befanden und unmittelbar, bevor wir den Umzug in unser neues Zuhause beginnen wollten, mussten wir uns ins Gebäude der US-Einwanderungsbehörde in Chicago begeben. Sie wollten dort feststellen, ob unsere Ehe auch wirklich echt war. Solche Anhörungen sind normal und werden etwa ein Jahr nach der Hochzeit eines US-Bürgers mit einem Ausländer durchgeführt, genau wie in unserem Fall. Wir erschienen zu dieser Anhörung mit unserem Baby in ihrem Kinderwagen, und wir hatten unsere Ehe im Nu als echt anerkannt. Aber unmittelbar nachdem wir die Anerkennungsurkunde unserer Ehe erhalten hatten, wurde ich unter dem Vorwand verhaftet, ich hätte angeblich einen Anhörungstermin fünf Monate zuvor verpasst, den es tatsächlich nie gegeben hat (oder zumindest wurden weder ich noch mein Anwalt darüber informiert). Weder meine anerkannte Ehe mit einer US-Bürgerin noch der Umstand, dass die Anhörung meines Asylfalls vor einem Bundesgericht noch anhängig war, wurde als Grund erwogen, mich von der Abschiebung freizustellen. Der Oberste Gerichtshof der USA machte sich noch nicht einmal die Mühe, sich meinen Fall anzuschauen.

Am 14. November 2005 wurde ich daher nach Deutschland abgeschoben, wo mich deutsche Polizisten sofort verhafteten, sowohl um mich meine ausstehenden 14 Monate absitzen zu lassen, als auch um ein neues Strafverfahren über mich ergehen zu lassen für meine Veröffentlichungsaktivitäten der vergangenen neun Jahre während meines Aufenthalts in England und den USA. Obwohl meine Verlagstätigkeit in diesen Ländern völlig legal war, meinen die deutschen Behörden, sie müssten deutsches Strafrecht auf legale Handlungen im Ausland anwenden.

Im Frühling 2006, wenige Monate nach meiner Abschiebung, bestätigte das US-Bundesgericht in Atlanta die Entscheidung der Einwanderungsbehörde, dass ich kein politisches Asyl verdiene (was von vornherein feststand, da sie ja im Vorjahr meiner frühzeitigen Abschiebung zugestimmt hatten), doch hoben sie zumindest sämtliche Hindernisse auf, welche die Einwanderungsbehörde gegen meine spätere Wiedereinreise in die USA aufgebaut hatte—ausgenommen einer fünfjährigen Einreisesperre, die am 15. November 2010 ablief.

In Deutschland wurde ich erneut wegen „Volksverhetzung“ angeklagt, angeblich begangen durch die Veröffentlichung historischer Forschungsergebnisse, die alle auf den Webseiten meines vormaligen Verlages (heute: www.vho.org, shop.codoh.com, www.HolocaustHandbuecher.com) als kostenlose Dateien erhältlich sind und die auch als gedruckte Fassungen gekauft werden können. Diese Forschungsergebnisse wurden in meinem 2005 erschienenen Buch Vorlesungen über den Holocaust zusammengefasst. Dieses Buch war daher der Schwerpunkt der neuen Anklage, da es laut Staatsanwaltschaft auf exemplarische Weise meine angeblich verwerflichen Meinungen repräsentiere. Der Prozess endete am 15. März 2007 mit einer Verurteilung zu 30 Monaten Freiheitsstrafe. Da nichts an diesen fast vier Jahren hinter Gittern unterhaltsam oder angenehm ist, werde ich mich hier nicht darüber auslassen. Nachdem ich diese Zeit in diversen deutschen Gefängnissen abgesessen hatte, wurde ich am 5. Juli 2009 entlassen.

Während meiner Haftzeit, verbrachte meine US-Ehefrau, die damals eine Sonderschullehrerin war, mit unserer Tochter die ganzen Sommerferien bei meinen Eltern in Remscheid, und von da aus besuchten sie mich beide so häufig, wie es die Gefängnisbehörden zuließen. An meinem Entlassungstag traf ich meine Frau in Köln, und wir aßen zusammen auf den Domterrassen zu Mittag. Danach verbrachten wir einen Monat zusammen bei meinen Eltern. Anfang August kehrten meine Frau und Tochter in die Staaten zurück, während ich einmal mehr an Englands Sonnenscheinküste in Eastbourne die Zelte aufschlug. Meine Tochter aus erster Ehe kam im September 2009 zu mir, um ein ganzes Schuljahr an einer englischen Highschool in England zu verbringen und um ein wenig Zeit dieser verlorenen Jahre mit ihrem Vater nachzuholen. Gegen Ende Oktober 2009 stießen meine Frau und Tochter zu uns in England und blieben fünf Monate dort (da meine Frau einige Monate zuvor ihre Anstellung verloren hatte, war sie eine Zeit lang „frei“). Ende August 2010 kehrte meine inzwischen zweisprachige Tochter zurück nach Hause zu ihrer Mutter, während ich mich nach Nordwest-Mexiko aufmachte im Vorgriff auf die erwartete Ausstellung meiner „Greencard.“ Anstatt jedoch dieses Dokument wie versprochen nach Ablauf meiner Einreisesperre zu erteilen, verschleppten die US-Behörden den Fall, so dass ich am Ende Weihnachten und Neujahr in Mexiko verbrachte anstatt zuhause. Als für diesen Fall Ende Januar immer noch kein Ende in Sicht war, verklagten wir die US-Regierung, um sie zu zwingen, meinen Antrag zu entscheiden.

Während sich das zutrug, musste ich Mexiko verlassen, da es mir nicht erlaubt war, dort unbegrenzt zu bleiben. Ich wohnte dann im März einen Monat lang im Haus eines Freundes in Panama, bevor ich dann wieder nach Mexiko zurückkehrte, weil sich mein Fall während meines Aufenthalts in Panama endlich zu bewegen begann. Zunächst wurde offiziell erklärt, dass meine Einreisesperre abgelaufen war. Dann deuteten die US-Behörden an, dass sie die Greencard ausstellen werden, sobald sie meinen rechtlichen Hintegrund abgeklärt haben werden. Da mein Anwalt erwartete, dass ich nach Deutschland würde zurückkehren müssen, um mich einem weiteren Einwanderungsinterview am US-Konsulat in Frankfurt zu stellen, verließ ich Mexiko gegen Ende April und kehrte in mein Geburtsland zurück. Dort verbrachte ich wertvolle Zeit mit meinen zwei Kindern aus erster Ehe. Ende Mai teilte mir mein Anwalt mit, man habe ihm mündlich mitgeteilt, die Prüfung meines Falles durch das FBI habe ergeben, dass meine Strafverurteilungen in Deutschland kein Hinderungsgrund für meine Einreise seien, weshalb meine Greendcard bald erteilt werden würde. Am 18. Juli 2011 erhielt ich dann tatsächlich das Einwanderungsvisum in der Post, und am 2. August landete ich in Washington, DC.

Inzwischen war der väterliche Großvater meiner Frau verstorben und hatte ihrer Tante sein Haus vermacht, die es uns verkaufen wollte. Ich hatte daher keine Gelegenheit, mich in dem Zuhause einzuleben, dass wir anno 2005 gekauft hatten, da wir Anfang 2012 dort auszogen. Wir leben jetzt mit unseren inzwischen drei Kindern im Südosten des US-Bundesstaates Pennsylvania. Und wie meine Frau zu sagen pflegt: Es ist Tradition, dass die Eigentümer dieses Hause mit den Füßen zuerst aus dem Haus getragen werden müssen. Oder anders gesagt: Wir gedenken nicht, hier freiwillig auszuziehen.

So viel zu meiner Lebensgeschichte. Lassen Sie mich nun ein bisschen über meine Familien berichten. Alle Mitglieder meiner elterlichen Familie leben in Deutschland. Meiner Mutter geht es gut, jedoch verstarb mein Vater Anfang 2017. Mein Bruder, ein Ingenieur, der gegenwärtig in Südost-Deutschland lebt, heiratete 1999 und hat zwei Kinder. Meine Schwester, eine Rechtspflegerin, die für örtliche Behörden arbeitet, ist verwittwet, hat keine Kinder und lebt mit meiner Mutter. Die Mitglieder meiner Schwiegerfamilie leben hauptsächlich in Pennsylvania, doch wohnen einige davon so weit entfernt wie Arizona. Sie alle sind entweder Pennsylvania Dutch (das heißt: deutsch durch ihre Vorfahren, die väterliche Linie) oder tschechisch (die mütterliche Linie). Wir sind daher alle Mitteleuropäer, sozusagen.